„ART TO ENJOY“
(Kunst zur Freude – das ist alles)
MFHK hinter diesen vier Buchstaben verbirgt sich ein Künstler, der sich ganz bewusst abgewandt hat von der Idee einer vermeintlichen AUSSAGEPFLICHT in der bildenden Kunst in haptischem Sinne (Malerei – einschl. Zeichnung und Grafik -, Fotografie, Bildhauerei – einschl. Plastiken – und Architektur) also im Gegensatz zur darstellenden Kunst (Theater, Tanz und Film) sowie zur Literatur und Musik. Natürlich kann die bildende Kunst eine Aussage machen … aber sie muss es nicht. Kann ein Werk, das einfach nur der Ästhetik zu Diensten ist, das einfach nur den Spagat zwischen Harmonie und Kontrast meistert, kein Kunstwerk sein? Soll nur das Kunst sein, was den Betrachter zum Nachdenken … aber bitte im Sinne des Künstlers … bringt und bitte dann auch mit ihm übereinstimmt. Welche Aussage aber wollte denn der Künstler machen? Interpretiert man ihn auch richtig? Ist es vom Künstler gewünscht, dass es darüber zum Streit kommt? Alles das kann `KUNST´ bewirken, und manche bildende Kunst soll es auch. Aber muss sie es? Kann Anderes den Anspruch `Kunst zu sein´ nicht erfüllen?
Die `Mona Lisa´ (im italienischen Original `La Gioconda = die Lächelnde) ist anerkanntermaßen ein großes bedeutendes Kunstwerk, aber macht es auch eine Aussage? Glücklicherweise nein. Die Abbildung des Lächelns einer Frau ist Ausdruck eines positiven, vielleicht glücklichen Moments im Leben der abgebildeten Frau. Muss dieses Positive, dieses Glückliche, das einfach auch durch eine Farbkomposition mit oder ohne Kontraste oder durch eine abstrakt harmonische Figürlichkeit ausgedrückt werden kann … , muss es immer auch mit einer ideologischen, einer soziologischen oder einer philosophischen Aussage assoziiert sein? In diesem Sinne kann diese Frage auch für die Darstellung von Negativem, Unglücklichem gestellt werden. Natürlich darf und vielleicht sogar soll unsere bildende Kunst auch Unglück, Leid und Hässlichkeit abbilden, aber reicht es dafür aus, einfach nur hässlich zu sein … vielleicht sogar um eine wie auch immer gemeinte Aussage zu bewerkstelligen? Goyas beeindruckendes Gemälde vom `Angriff der Mamelucken´ ist ganz schrecklich, aber hässlich ist es nicht! Es bildet den militärischen Schrecken ab, aber soll sich daraus eine verlässliche ideologische, soziologische oder philosophische Aussage ableiten lassen? Krieg ist schrecklich, aber diese Feststellung hat mit Ideologie, Soziologie oder Philosophie nichts zu tun. Wer, wie, wo, was und warum lässt sich durch den Titel ableiten aber nicht durch die Malerei.
Nach Meinung des Künstlers MFHK muss die bildende Kunst den `Bauch´ , das `Bauchgefühl´ des Betrachters, des „das Kunstwerk Konsumierenden“ positiv oder negativ beeindrucken. Weiter will der Künstler mit Farben, Kontrasten, Harmonien, Formensprache, sowie der optischen oder auch figürlichen Ausgewogenheit bewegen … positiv oder negativ. Insofern ist es auch absolut unerheblich für seine Werke, ob es sich um figürliche oder nicht figürliche Darstellungen in der Malerei oder der plastischen Kunst handelt. Hier muss seiner Meinung nach ein Unterschied zwischen einer Abstraktion und einer Gegenstandslosigkeit (Nicht-Figürlichkkeit)) gemacht werden. Seiner Meinung nach führt der Sammelbegriff `Abstrakte Kunst´ nicht weiter. Die Abstraktion beziehe sich im Sinne des Wortes immer auf eine wie auch immer geartete Figürlichkeit, die sie eben abstrahiert, während die gegenstandslose oder un- oder nicht-figürliche Darstellung einen solchen Bezug nicht nutzen kann. Man könnte sogar sagen, dass ein nicht figürliches Werk für den Betrachter zu einer sehr viel unvoreingenommeneren Rezeption führt als ein figürliches, weil dieses von vornherein einen realen Bezug herstellt, der einer Unvoreingenommenheit natürlicherweise entgegensteht.
So kann man den künstlerischen Weg des Künstlers MFKH an seinen Linien, seinen charakteristischen Farben, den Oberflächen, den Formen oder auch der Formlosigkeit sowie in der plastischen Dreidimensionalität seiner Plastiken erkennen. Sein gleichzeitiges Leben im Norden Deutschlands, in der Karibik, im Atlantischen Kanada mit seinem Ìndian Summer´, sowie seine Studienzeit auf dem Balkan haben ihn künstlerisch geprägt. Das führt zu seinem Mix von Farben und Formen, der durch die Spuren Deutschlands, der Einfachheit des Balkan und durch den Karibischen sowie den Kanadischen `Way of Life´ geprägt wird. Diese Einflüsse sind nicht zu übersehen. Die koordinierte Vielfalt der Farben mit ihren lebendigen Kontrasten reflektiert das Licht der Karibik kombiniert mit den Farben des `Indian Summer´ und unterstreicht die Plastizität der Figuren. Die Linien in vielen seiner Werke geben den Impressionen eine gewisse Tiefe und hinterlassen dadurch häufig einen räumlichen Eindruck. Seine dem gegenstandslosen (abstrakten) Expressionismus zuzuordnenden Werke zeichnen sich aus durch eine sehr kontraststarke Farbgebung, die dann innerhalb dieser Richtung zu einer sehr starken Expressivität führen. Seine Arbeiten spiegeln sowohl seine unterschiedlichen aktuellen Umgebungen wieder als auch die Eindrücke seiner vielen Reisen in Nord-, Zentral- und Südeuropa als auch die Stimmungen aus Nordafrika, Südostasien, Neuseeland sowie aus Süd-, Mittel- und Nordamerika. Das schlägt sich nieder in seinen Kreide- und Ölbildern auf Papier, Canvas, Holz und manchmal sogar auf Styropor. Sie lassen keinen Platz für Traurigkeit. Man weiß sofort es ist MFHK. Die für seine Plastiken verwendeten einfachen Materialien bringen seine Kunst in die Nähe der `Arte Povera´, aber bringen durch ihre reiche und lebendige Farbgebung eine neue Facette in diese Richtung ein. Dies führt zu einer ganz eigenen Position in diesem Sektor der zeitgenössischen Kunst. Die Verwendung einfacher und natürlicher Materialien stellt neben Farbe und Form … oder Nicht Form … ein drittes Statement des Künstlers dar. Keine Ideologie … aber ein Statement für heute und morgen. So kann diese Stilrichtung auch als Fingerzeig für etwaige zukünftige Problemlösungen außerhalb der Kunst gesehen werden.
